„Einbrennte Hund“

Kennt irgend wer diesen Ausdruck?

Ein typisch wienerisches Gericht – ganz ohne Hund, nur mit Erdäpfeln, Gurkerln etc.. Ein sogenanntes „Arme-Leut-Essen“ aus der Nachkriegszeit. Warum es ausgerechnet „Hund“ heißt, wenn‘s um Erdäpfel geht, hat nicht einmal der Herr Gugl ausgespuckt. Ich hoffe nur, dass da niemals wirklich ein so liebes Viecherl zwischen den Erdäpfeln eingearbeitet wurde.
Jedenfalls gab’s genau dieses Mahl am Sonntag zu Mittag. Ist zwar nicht gerade ein Festessen – aber uns war’s „v“urscht. Es ist vegan (also man kann es vegan kochen), kostet net viel, geht schnell und ist zurzeit das Lieblingsessen des bEdW. Und was liegt mir mehr am Herzen als ihn glücklich zu machen kulinarisch funktioniert das bei ihm fast immer. Wobei die Kocherei für ihn (nein nicht ER kocht, ICH koche für IHN) immer mühsamer wird. Nicht nur, dass wir ja seit 1 Jahr versuchen uns vegan zu ernähren (AVAP – as vegan as possible) und das anfänglich eine echte Herausforderung (küchen- und zutatentechnisch) war – ist er jetzt auf einige Gemüsesorten angeblich allergisch, also laut Bioresonanz wer halt dran glaubt . Pfuhhh… stellt euch vor also alle diejenigen, die vom Kochen eine Ahnung haben ganz ohne Tomaten, Karotten, Erbsen, Bohnen, Zucchini – und was das Schlimmste ist: ohne ZWIEBEL zu kochen!!! Der ist überall drin, selbst in jedem Suppenwürfel… Aber gut, ich mach’s, meinem Schatz zu liebe!
Die „einbrennten Hund“ wurden von mir somit Schatzi tauglich umgemodelt – für euch hab ich aber das Originalrezept oder wie ich es sonst immer gekocht hatte, hier zum Nachkochen aufgeschrieben. Es lohnt sich, ihr werdet sehen.
Als dann: Mahlzeit olle mit `naunt!

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Rezept „Einbrennte Hund“ – Eingebrannte Erdäpfel
Zutaten für 2 Personen:

¾ Kilo fest kochende Erdäpfel
1 EL Butter (Margarine)
1 Zwiebel
2 EL Mehl
¼ l Gemüsesuppe
¼ l Sauerrahm
2 Lorbeerblätter
6-7 kleine eingelegte Essiggurkerln (süß/sauer)
2-3 EL Essiggurkerlsaft (aus dem Gurkerlglas)
Salz/Pfeffer
(nach Belieben Wurst in groben Stücken)

1. Erdäpfel in reichlich Wasser kochen, schälen und in Scheiben schneiden. Essiggurkerln und  Zwiebel (geschält) fein würfeln.
2. Margarine/Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel und Lorbeerblätter bei mittlerer Hitze darin andünsten ohne Farbe nehmen zu lassen.
Danach mit dem Mehl bestauben und ebenfalls kurz mitrösten lassen. Nicht zu stark rösten, denn es soll eine helle Einbrenn werden.

3. Danach gleich mit der Suppe aufgießen, gut durchrühren und einmal aufkochen. Für ca. 5 Minuten weiter köcheln lassen, danach die Erdäpfel- und Gurkerlscheiben zugeben und ein wenig einkochen lassen. Sauerrahm untermischen und je nach Säuregeschmack 2-3 EL Gurkelsaft dazu geben.

4. Vor dem Servieren noch mit Salz, Pfeffer abschmecken.

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